Darkdreams

Meine „dunklere Seite“

Unsichtbares in Worte gefasst – statt Tränen



** Pfeile **

fliegenden pfeilen gleich
so treffen manche worte
bleiben zitternd, bebend stecken
quälend spitz und eisenhart

reißen wunden in zu weiche seelen
trinken blut und fressen schmerz
glühend heiss wie feuerhaken
drehen und verwinden sich
fressen viel zu weiche seelen
fressen stets das "dich und mich"

ernähren sich von zerborst´nen träumen
spucken aus was übrig bleibt
laben sich laut feixend
an der dummen menschen weh und leid

spür´ sie zitternd in mir stecken
brech in die knie geb langsam auf
hör die worte lauthals lachen:

dummer mensch, was glaubst du auch!“



** Halt mich **

Verschwommen nur sind sie zu seh´n
die Silben aneinander gereiht
man spürt es, ohne es zu versteh´n
wie lautlos schwebend Ängste schrei´n

Hilflose Seelen, weinende Herzen
Ohnmacht und Zweifel, endlose Schmerzen
in Worte gefasst, schwer zu verstehen
und doch auch nur ein Weg
auf den Tod zu zu gehen

Sterben ist einfach
das "Gehen" nicht leicht
Auch da braucht man Hände
die einem gereicht

Von Freunden, von Herzen, von Seelen und Traum
Allein ihn zu gehen - schaff ich´s? Ich glaube kaum...
d´rum begleit´ mich mit Worten, halt mich ganz fest

Im Blick Deiner Augen,
da schaff ich den Rest...

Copyright © 14.06.2003 by Zwergel & DarkDream



** liebe - leben - tod - hoffnung und wiedergeburt **

blutig rot ist meine seele
der schrei auf meinen lippen stumm
während ich mich durch die zeiten quäle
dreht ihr das messer in mir um

kein wort des trosts
dringt an die ohren mehr
verweigert wird es mir erbost
beim marsch durch diese flammenmeer

gefühle, grell und voller farben
rauben mir mein augenlicht
sie hinterlassen blut'ge narben
ihr sprecht: "hier brauchst du deine augen nicht"

der saft des lebens - dunkel, warm
rinnt heiss aus meinen ohren
ich hebe meine hand vergebens
zu stoppen diesen wahn

das feuer schreit mit eiseskälte
die haut von meinem körper mir
in winzig kleinen, toten streifen
verglüht sie zischend hinter mir

der kampf voran geht ewig weiter
ich ahne meinen gegner schon
zu sehen tracht ich ihn vergebens
wie er dort sitzt auf seinem thron

während sein glühend heisser atem
das fleisch von meinen knochen brennt
spür ich ihn in meiner nähe
absolut böse, fast omnipotent

er tobt in seiner macht vergebens
als meine klinge ihn durchbohrt
der stahl aus liebe - hoffnung - leben
verzehrt die dunkelheit an diesem ort

es ist vollbracht
vorbei die qual
der sieg der hoffnung
singt der liebe hohes lied

liebe
leben
tod
hoffnung
und wiedergeburt

copyright 2003 © by Ice



** Dein Kartenhaus **

ein kartenhaus
hast du gebaut
um mich herum

hast gesagt
beweg dich nicht
dann fällt hier
auch nichts um

halt dich ohne mich
allein ganz still
beweg dich nur
wenn ich das will

atme nur
durch meine
küsse fort
beweg dich nicht
an diesem ort

darfst die welt
durch meine
augen sehn
doch wag es nicht
ohne mich
hier wegzugehn

bist mein
gehörst zur
gänze mir
was du noch
darfst
ich sag es dir

liebe mich
doch fordere nicht
weil das haus
sonst doch
zusammenbricht



** Rotes Herz **

mit krähenschnabelgleichen fingern
reiße ich mir fetzen aus dem herz
betrachte sie, ob sie was
besond´res sind

nehme sie zwischen die zähne
beisse fasern aus den brocken
schmecke blut und tränen,
salzig, warm und heiss

schließe meine augen
um deine dann zu sehen,
so wie ich sie in meinen
träumen sah...

tauch´ den finger in das blut,
das aus meinem herzen strömt
und schreibe deinen namen........



** Des Menschen Maske **

schau mich an und sag mir, kennst du mich?
den mensch der hinter meiner maske steckt?

nicht einmal ich erinner mich
wer ich war, bevor die mask' ich aufgesetzt

wer kann mir sagen wer ich bin?
was tat ich, und warum?

ich trug die maske lang zum schein,
dacht' so wollte man mich seh'n

doch als ich nun den spiegel sah,
da fing ich an zu schrei'n

denn zwischen maske und dem "ich"
scheint alles gleich zu sein

trug diese maske denn ich nur
zum schutze vor mir selbst?

war ich das stets und wusst' es nicht?
gestand es mir nicht ein?

oder brannte diese maske sich
mit der zeit in meine seele ein?

bin ich die maske, die maske ich?
war'n wir zwei gar immer eins?

setz deine maske ab und sag es mir
wer sind wir wirklich?

copyright 2003 © by Ice



** Blutiges Herz **

mit blutigen händen
hältst du
an meiner seele fest
reisst löcher rein
nimmst ihr den rest

was an leben noch
vorhanden war
zehrst du auf
nimmst es kaum wahr

lässt blut von
deinen händen rinnen
siehst zu dem
was da am boden liegt
steigst drüber weg
siehst es nicht an

hörst das weinen
in den wolken nicht
nimmst nicht mal wahr
dass hier ein licht verlischt......



** Bodenlos **

fallen...
ich drehe mich
sehe den boden
auf mich zurasen
drehe mich wieder
und sehe in den himmel

immer weiter
entfernt er sich...
schlage auf den boden
zerschelle und
wundere mich über
den fehlenden schmerz....



** Runenblut **

ritze deine liebe
wie runen in mich ein
sieh gut hin
wie sich mit blut
die worte füllen

nimm dir ein stück
aus meinem herzen fort
vielleicht kann ich so
deine sehnsucht stillen

mach meinen körper
unverwechselbar
beiss weg, was mein leben
bisher war

halt mich fest
reiss mich in stücke
brich das, was dich
am meisten stört
erlaub mir nicht zu atmen

weil dir mein leben
allein gehört



** Du tust mir weh **

ich reiss mir
meine flügel aus
will kein engel
sein für dich

würd manchmal
gern vor schmerzen
schrein
doch liebe engel
tun das nicht

hast nichts verstanden
was mich verletzt
deine worte weiterhin
wie messer in mein
herz gesetzt

sagst so laut
dass du mich liebst
und gehst doch fort
ohne ein wort

ich reiss mir meine
flügel aus
und will nie wieder
engel sein

ich dank dir gott, nun darf ich schrei´n!!!



** Gib mir Leben **

halt mich
beiss dich
in mir fest

füg mir
blutige spuren zu
leck es ab
was schwer
zu boden tropft

wühl dich in mich
zerr mich zu dir
grab dich
in mein fleisch
damit ich
das leben spür.....



** Grelles Licht **

wie reissen klingt es
als sich die ränder trennen

flammengleicher schmerz
einem kreischen gleich

eine lohe schlägt
mitten ins gehirn

lippen die sich auf
klaffendes fleisch pressen

zähne, die sich scharf in
wunden graben

heisse, salzige tropfen
auf weissem teppich

feuer... feuer
weisses, grelles licht

alles färbt sich
rot....

schwärze...

nur noch ein einziger heller punkt
in dem ich dich sehen kann....



** Mensch bin ich **

mensch bin ich
mensch bleib ich
mensch will ich sein

will leben
leben geben
und gelebt haben

will lachen
lachen geben
und gelacht haben

will glücklich sein
glück geben
und glück gehabt haben

will lieben
liebe geben
und geliebt haben

will nicht töten
nicht getötet werden

will nicht weinen
nicht grund zu weinen werden

will nicht zerstören
nicht zerstört werden

will nicht hassen ...

will ich wirklich mensch sein?

© 06.2003 by Ice



** Feuer in meiner Seele **

feuer in meiner Seele
feuer auf meiner Haut
feuer tief in mir drin

ich spüre dich ganz nah
kann dich fast berühren
lass mich von deinen
und auch meinen Gefühlen führen

ich verbrenne, brenne lichterloh
das feuer schmerzt
und doch will ich es so

begehren, gier - bitte fass mich an
verbrenne mit mir, zünde dich an mir an
flammende leiber, züngelnde lust
ein langsamer tod - welch ein genuss........



** Blutige Schreie **

den kopf weit im nacken
schreie ich die welt an
hör mir zu, versteh!

steh frierend im wind
sehe in tote gesichter
mit leeren augen
die achtlos an mir
vorübergezogen sind

seht mich an,
hört mir zu
geht nicht einfach
so vorbei

ich schreie.... schrei
dreh mich im kreis
komm´ nicht zum stehen

bitte nicht - nicht einfach
vorüber gehen

reiss mir meine kehle auf
schreie weiter, schreie alles
blut aus mir

bitte... bitte bleibt doch stehn
seht ihr nicht

ich sterbe hier....



** Feuerräder **

feuerräder in mir
auf mir - heiss
alles im körper schreit

nadelspitze klauen
schälen jeden nerv
alles in mir schreit

mein bauch zerfällt
zu schmerz
alles in mir schreit

zähne knirschen
muskeln spannen sich
alles in mir schreit

werf´ den kopf weit
in den nacken
alles in mir schreit

dunkelrot wirds vor
den augen
alles in mir schreit

fühl die feuerräder
in mir toben

nun schrei´ auch ich.....



** Heiss **

heiss
spüre ich
deine zähne
in meinem
fleisch

reißend
das geräusch
mit dem sich
muskel vom
knochen
trennt

mich
umdrehend
suche ich
dein gesicht
blicke
in deine
augen

freund
ich erkenne
dich...

willkommen, SCHMERZ!



** Corona **

Angst...
unbeschreibliche angst
ist in mir

feuerlohen
trennen das bewusstsein
vom ich

angst...
nicht schlafen,
nicht träumen,
kein halt

wie soll ich
zurückfinden, wenn
keiner mich hält?

mein pfahl
du kennst ihn noch?!
steh am rand
halte mich fest
und will nicht fallen

"lass los"
so sagst du mir
"lass los
ich fang dich auf"

"ein schritt nur"
so ermutigst du mich
"ein schritt nur, mein licht
ein schritt, ich fange dich"

blutrote schleier
von schmerzen gebracht
das stöhnen... ist es meins?
der lichtpunkt im zentrum der sonne
mein bezugspunkt zum sein?

falle ich, so sterbe ich
ich will nicht,
hab´ angst so allein

"spring" flüsterst du
in mein ohr
"ein schritt nur
tu es, vertrau mir.... ich liebe dich!"

ich schliesse meine augen
und lasse mich fallen...



** Gefallener Engel **



einem gefallenen
engel gleich
fühle ich mich
in deinen händen

beuge mich
deiner macht...
freiwillig?

nicht immer...
nicht immer
gleich

nicht immer
sofort

hingeben?
ja, zur völle
und gänze...

ganz freiwillig
mit jedem nerv,
jeder faser
meines herzens
mit meinem
ganzen sein

macht und
ohnmacht,
geben und
nehmen

zusammen
im zentrum


der sonne verglühen...



** Agonie **

nicht die erinnerung,
das jetzt krallt sich
in mich

alter bekannter
mit deinen
flammenzähnen

ich brenne,
verbrenne,
schreie

agonie...



** Du **

beide hände
in die erde gegraben
den kopf im nacken
fühle ich dich

springst auf mich
dringst in mein
innerstes ich
zerstörst mein
selbst

nimmst mir
mein lächeln

ich wehre mich
so gut ich kann
so lange ich kann

das ende, ich kenne es

...mögen freunde mich begleiten



** Wenn der Tag zu Ende geht **



wenn der tag zu ende geht
und sich dunkle schatten
aus verlorenen seelen erheben
durchdringen die schreie
der einsamen die nacht

auf den ungeweinten tränen
verlorener hoffnung
und längst gestorbener träume
liegt der rauhreif kalter ängste

panik durchzogene alpträume
lassen die herzen der schläfer
sich zuckend in qualen winden,

gellende schreie
längst durchlittener schmerzen
quälen die ohren

finger die sich in körper krallen,
stöhnen, jammern, klagen, ächzen
sich zerfetzende ankläger
des eigenen ichs

lege deine arme fest um mich
und hilf mir aus der hölle........



** Verbrannte Flügel **

ich schüttle meine flügel
und betrachte sie
verbrannt sind sie
angesengt, so scheint mir

ein kratzen spüre ich
im hals
vom rauch?
ich weiss es nicht

die nässe auf meinen wangen...
sind´s tränen?
wen interessiert das schon.....

mit einem lächeln auf den lippen
breite ich meine flügel aus
und wie phönix aus der asche
fliege ich zurück in die sonne.....



** Schrei **

endlos
gellend
meine ohren
schmerzen
blut
gerinnt


angst
greifbar
zerfetzt
das ich

starkstrom
direkt
ans herz

hände
die sich
in mich wühlen

schläge
hart
brutal
schmerzend

benommen

frei......



** Der Tod im ich **

du
reiss mich
in stücke

zerfetz mein
ich
beiss teile
aus mir

trink das
blut
das du
vergiesst

brich meine
knochen
saug mich
aus

vergrabe
meine augen
in der erde

nimm den
rest
zünde ihn an...



** Schlusspunkt **

mit deinem
namen
deinen worten
deinen klagen
fetze ich mir
fleisch
aus meinem
körper

werfe es
in lodernde
flammen
während mein
strömendes blut
vergebens
die glut
zu löschen sucht

bohre finger
in leere
augenhöhlen

lasse sie tief
ins gehirn dringen

grelle blitze
der schlusspunkt meines
ichs

im sterben
werde ich
in die sonne sehen

bis der
grellgelbe punkt
feuerrot vergeht

und mein ich
geschichte
wird



** Traum-Schwerter **

wenn feuerräder
brennend, quälend
durch den körper
jagen

und das gehirn
in stücke
schneiden

wenn bilder
mich jagen
und träume
zu furchtbarem
leben erwachen

wenn ich zitternd
in eig´ne abgründe
falle
und nichts
mein ich
zusammenhält

wenn die angst
mich nicht mehr
schlafen lässt

dann kralle
deine finger
tief in mich

...und der schmerz
den du mir zufügst
wird mich schlafen
lassen, mich vor dem
wahnsinn der panik schützen



** Hassende Hände **

den hass
in händen
leerst du
deine seele
in mich

dreck
bin ich
dreck
fühl ich
dreck
füllt
mein ich

hass mich
nicht

ich bin
es doch,
ich!

gräbst
deine hände
in fleisch
zerrst
und reisst
verwundest mich

hör
dein lachen
grausam, kalt
spür´s heiss
aus mir
fliessen

gewalt...
...gewalt

seh erstaunt
auf meine
hände

gegraben
in mein
ich

nicht du
hast mich
verwundet

ich war es selbst
... nur ich!



Der Sprung

Langsam ging sie durch die Nacht davon, die Augen dunkel vor Schmerz.

Unbeteiligt blickten die entgegenkommenden Passanten auf ihre Gestalt, eilten weiter ohne sich umzudrehen.

Ein leises Stöhnen drang über ihre Lippen und plötzlich straffte sie entschlossen ihre Schultern und beschleunigte ihren Schritt. Sicher steuerte sie auf die Brücke, die über die Autobahn führte zu und stieg auf das Geländer.

Für kurze Zeit verharrte sie in aufrechter Position, dann breitete sie die Arme aus und sprang. Einen Moment lang schien es, als könne sie fliegen, doch der heftige Aufprall zerstörte alle Illusionen und beendete Flug und Leben...

...später, als der Alltag die Betroffenheit aus den Gesichtern der Menschen wischte, verhallte auch das "warum"...



 

Nachsatz:


Hallo, liebe Besucher
Selbstverständlich dürft ihr, wie bisher auch, die Gedichte mitnehmen, wenn Ihr wollt.
Doch bitte seid so fair und gebt das copyright an!

copyright © für alle Geschichten und Gedichte by xeena, bzw. dem angegebenen Verfasser